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Quelle: ilmeteo.it

Sehenswürdigkeit Orta San Giulio

Villa Motta

Die Villa Motta steht an der Spitze der Halbinsel von Orta San Giulio und blickt direkt auf den See.
Sie kann zu Fuß durch einen panoramareichen Spaziergang von circa 300 Metern erreicht werden.

Villa Motta in Orta: die Geschichte

Die Villa wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von der adeligen Familie Gallini aus Novara erbaut. Danach verkaufte sie die Witwe Maria Massa Gallini an einen der Gründer der italienischen Elektroindustrie, und zwar an Giacinto Motta, der 1922 Präsident des Unternehmens Edison wurde. Dieser vereinte dann alle italienischen Elektrizitätsgesellschaften zur Edison Gruppe.

Im Laufe der Jahre liess G. Motta mehrmals nach Entwürfen des Architekten Mazzuccottelli Veränderungen am Gebäude durchführen. Er liess es erweitern und ergänzen, bis die heutigen Ausmasse erreicht waren. Im Vorfeld des zweiten Weltkrieges wurden mehrere politische Treffen in der Villa abgehalten, z.B. das „Geheimtreffen“ im Jahre 1939 zwischen dem Feldmarschall Caviglia und den Vertretern der italienischen Industrie, bei dem die Trennung von Industrie und Faschismus besiegelt wurde.

Während der Jahre des Partisanenwiderstandes diente die Villa als Zufluchtsort für die Flüchtlinge, die sich in die Schweiz absetzten, z.B. für den Journalisten Indro Montanelli. Im letzten Jahrzehnt des zwanzigsten Jahrhundert wurde Gianmario Motta Alleinerbe der Villa. Er begann sofort mit den Renovierungsarbeiten der gesamten Anlage und teilte die Villa in vier Wohnungen auf, wobei jede Wohnung ein Stockwerk einnahm.

Von der Villa aus kann man zum Sacro Monte di Orta weitergehen, der von Nietzsche als "einer der eindrucksvollsten Orte der Erde“ bezeichnet worden war.

Der Garten der Villa Motta

Der strahlende Garten wurde 1880 angelegt, aber andauernd erweitert und verschönert durch seltene und wertvolle Pflanzenarten, die in kleinen Wäldchen (Kamelien und Rhododendren) und Hecken (Azaleen und Rosen) angelegt wurden. Es gibt hier auch Koniferen, wie z.B. die wundervollen Fichten aus dem Kaukasus.

Aufgrund der Artenvielfalt der Pflanzen steht der Garten das ganze Jahr über in Blüte. Es beginnt mit den Rhododendren, Azaleen und Frühjahrskamelien, worauf von Mai bis Oktober die Rosenblüte folgt und im September und Oktober Osmanthusarten blühen, die wiederum von Winterkamelien abgelöst werden. Besonders erwähnenswert sind eine zwanzig Meter hohe Araucaria araucana , ein etwa zehn Meter hoher Hybrid eines Rhododendronbaums, die Kameliensammlung und vor allem eine Hecke aus Hunderten von rosaroten Azaleen, die jedes Jahr um den zehnten Mai herum blüht und mehr als fünfzig Jahre alt ist.

Vom Garten aus kann man bezaubernde und überraschende Ausblicke auf den See und die Isola di San Giulio geniessen.

Fotogallerie Villa Motta