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Castello Visconteo di Vogogna
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Quelle: ilmeteo.it

Sehenswürdigkeit Vogogna

Castello Visconteo di Vogogna

Das Castello Visconteo di Vogogna steht auf einer Anhöhe, von der aus es den Ort beherrscht. Der Verteidigungswille seines Bauherrn, Giovanni Maria Visconti, ist offensichtlich. Er wollte ein Bollwerk errichten für das gesamte Tal und insbesondere für das Dorf Vogogna, das im Jahre 1328 zur Hauptstadt des unteren Ossolatals wurde. Der älteste Teil besteht aus einem quadratischen Turm, dem einzigen Teil, der nicht von der Restaurierung im Jahre 1990 betroffen wurde, und aus dem Teil der Steinmauer, die dem Berg am nächsten liegt.

Die Geschichte des Castello di Vogogna

Im Jahre 1348 liess Giovanni Visconti die bestehende Festung vergrößern, indem er neue Gebäude neben den bereits bestehenden errichten liess. Auf diese Weise reihten sich stilistisch ganz verschiedene architektonische Elemente aneinander. Daraus resultierte ein unregelmässiger Grundriss, der noch heute den Komplex charakterisiert und von den Eigenheiten des Geländes betont wird.

Die Erweiterung der Grenzmauer,die den gesamten Ort zu Verteidigungszwecken umschloss, geht auf denselben Zeitraum zurück, so wie auch am Fuss der Treppe zum Schloss hinauf der Bau des Palazzo del Pretorio, der später Sitz des Vikariats wurde. Im Jahre 1360 wurde das Schloss von den Truppen des Marchese von Monferrato angegriffen, fünfzehn Jahre später war die Reihe an den Spelocri, einer Bewegung um den erbitterten Gegenspieler von Vogogna, und zwar Domodossola, der Hauptstadt des Oberen Ossolatals. Vom Ende des 18. Jahrhunderts an war das Schloss Eigentum der Gemeinde und wurde als Gefängnis für politische Gefangene und für gemeine Verbecher verwendet. 1970 wurde es für die Öffentlichkeit geschlossen, auf den Beginn der Renovierungsarbeiten musste man aber noch zwanzig Jahre warten. Es vergingen noch fast dreissig Jahre bis das Schloss der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht wurde, und zwar zusammen mit der Einweihung des Gartens und der äusseren Höfe. Von 1998 bis 2004 wurden neue Einrichtungen im Inneren hinzugefügt, deren Einweihung am 4. Juni 2005 stattfand.

Das Castello Visconteo di Vogogna: der Komplex

Was vor allem die Aufmerksamkeit des Besuchers auf sich zieht, ist der halbkreisförmige Turm mit 5 Stockwerken (Höhe 19,40 m).
Die Historiker vermuten, dass ursprünglich Zinnen vorhanden gewesen sein könnten und dass die Abdeckung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgte im Gegensatz zur restlichen Struktur, die vermutlich aus dem 15. Jahrhundert stammt.Der Turm erfüllte später die Funktion eines Gefängnisses bis zum Jahre 1914. Im Inneren kann man noch heute die engen Zellen und die Graffittis der Gefangenen sehen. Nach den Restaurierungsarbeiten werden im Erdgeschoss Dauerausstellungen eingerichtet und im ersten Stock Wanderausstellungen, wie sie auch schon im Mittelteil des Gebäudes stattfinden. Das Gebäude wird Richtung Westen durch den halbkreisförmigen Turm begrenzt und im Osten durch den quadratischen Turm. In allen Räumen der drei Stockwerke des Gebäudes befindet sich ein Kamin. Daraus kann geschlossen werden, dass es als Wohnhaus diente.

Das letzte Stockwerk wird zur Zeit als Informationssaal und Raum für Konferenzen des Multimedialzentrums verwendet, das sich im quadratischen Turm befindet. In seinem Inneren wurde eine transparente Struktur über drei Stockwerke hinweg erschaffen. Im ersten Stock kann nachgeschlagen werden, und in den anderen Stockwerken werden die multimedialen Materialien produziert und archiviert.

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